Die Sache mit dem Gottvertrauen

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Lbene im Moment

Gestern kam eine Trauernde zu einen Gespräch zu mir. Der gleiche Jahrgang wie ich, ihr Mann war sechs Jahre älter. Letztes Jahr hat sie ihn verloren.

Sie holte ein gerahmtes Foto von ihm aus ihrer Tasche, das sie zu Beginn des Gespräches auf den Tisch stellte. So war er dabei. Ich sah einen sympathischen Mann, mit einem breiten Lächeln im Gesicht, das vom Aufenthalt im Freien schön braun war. Offen und ehrlich, so beschrieb sie ihn, immer für die anderen da und sehr beliebt. Bei Freunden wie Kollegen. Robust sei er gewesen und kerngesund.

In der Rente reisen

Heuer hatte er geplant, in den Vorruhestand zu gehen. Voller Gottvertrauen auf eine schöne gemeinsame Zeit, wollten die Beiden ihr Leben nun leben und genießen, zusammen die Welt bereisen.

Im Moment lebenVor allem Autralien hatte es ihnen angetan. Sie überlegten sogar ganz dorthin zu ziehen. Eine Reise nach Indien wollten sie machen und dort ihre buddhistische Hochzeit feiern. Standesamtlich waren sie seit 6 Jahren verheiratet, gekannt haben sie sich schon seit 25 Jahren.

Dann kam der Krebs und innerhalb eines dreiviertel Jahres starb ihr Mann.

Gottvertrauen

Als sie mir das erzählte, fiel mir ein Video von Monika Gruber ein. Darin erzählt sie von Leuten, die immer sagen: „Des mach I schpäda“ und dass sie sich denkt: „Wahnsinn, ha`m dee ein Gottvertrauen. Woher wissen die so genau, dass es ein Später gibt?“                                  

Dann erzählt sie eine kleine Geschichte, die sie sichtlich berührt. Wer will kann sie sich hier anschauen.   https://www.youtube.com/watch?v=i4M-NrKO3Zo

Den Moment leben

Solche Erlebnisse machen mir immer wieder deutlich, wie wichtig es ist, den Moment zu leben. Menschen, Begegnungen und Dinge nicht für selbstverständlich zu nehmen. Beziehungen nicht nur zu pflegen, sondern den Wesen, die mir wichtig sind, dies auch zu zeigen. Und so genieße ich u. a. den täglichen Morgenspaziergang hinunter an den See im Bewusstsein großer Dankbarkeit. Für mein Leben, hier in diesem kleinen Paradies, für die Menschen, mit denen ich zusammen bin, meine Tiere, die mir ihre Liebe immer wieder zeigen, aber auch für Dinge, wie mein altes Auto, das nun schon fast 400.000 km hinter sich gebracht hat und das mich und andere immer noch zuverlässig von Ort zu Ort transportiert.