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Die Trauer aushalten

Immer wieder werde ich gefragt, wie ich denn das aushalten würde: die Trauer der Menschen, die zu mir kommen, zu ertragen, ihre Geschichten und Erlebnisse anzuhören, ihre Tränen und ihren Schmerz mitzuerleben, das müsste mich doch „runterziehen“.

Trauer Kleefalterhof Staffelsee Christine Rösch UffingJa, manchmal geschieht es tatsächlich, dass mich das Gehörte mehr beschäftigt, als mir lieb ist. Dann gehe ich mit den Hunden an den See oder ich setze mich bei einer Tasse Tee oder Cappu hin, zünde eine Kerze an, meditiere und zentriere mich wieder. Doch das geschieht sehr selten. Ich schütze mich davor, indem ich die Trauer meiner Gesprächspartner nicht zu meiner mache. Selbst wenn mir manchmal die Tränen kommen, bei dem, was ich höre und wie es mein Gegenüber erzählt, ist mir immer bewusst: „Es ist nicht mein Verlust.“

So kann ich auch das wahrnehmen, was nicht an- oder ausgesprochen wird. Durch entsprechende Fragen können neue Gedanken und Sichtweisen der Trauernden ausgelöst werden, es verändert sich etwas.

Erinnerung hilft bei Trauer

Besonders berühren mich Geschichten aus dem Leben der Angehörigen und Verstorbenen. Da leuchten die Augen, die Körperhaltung und die ganze Stimmung verändern sich. Es entstehen Ideen, wie man anders mit der Trauer der Edle Uffingveränderten Situation umgehen könnte ist. Man merkt, dass das eigene Leben kostbar und lebenswert ist. So gestärkt, verlassen die Trauernden mein Haus.

Und immer wieder helfen meine Tiere den Hinterbliebenen, ihre Trauer zu verarbeiten. Auf Rosi zu reiten und sie zu striegeln etwa ist besonders für Kinder eine gute Therapie. Sie empfinden dabei, dass sie mit anderen Wesen verbunden sind und schöpfen neuen Mut. Ein Junge kam zum Beispiel regelmäßig, um nichts Anders zu tun, als stundenlang den Edlen zu streicheln, meinen geliebten Kater.

Ganz besonders freue ich mich, wenn ich nach einigen Tagen, manchmal auch nach Wochen, die Rückmeldung bekomme: „Das Gespräch mit Ihnen hat mir so geholfen, mir geht es viel besser!“ Das ist der schönste Dank und macht diese Arbeit so wertvoll für mich.

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Rosis Fürsorge für Kinder

Im Jahr 2013 verloren Greta und Liv ihren Papa und Cony ihren Mann. Seitdem hat sich viel getan. Die schüchternen, unsicheren Kinder hatten zunächst rasende Angst vor weiteren Verlusten. Cony versuchte vergeblich, sie mit ihrer Fürsorge abzulenken und zu beruhigen.

Die Fürsorge von Rosalie hat schließlich viel verändert. Die Kinder waren ganz verrückt nach ihr. Und so begleiteten Rosi und ich die Beiden gerne auf diesem Weg und freuten uns immer, wenn sie zu uns kommen.

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